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(Meine persönlichen) Erfahrungswerte der GPZ-305




Verbrauch Benzin

So um die 3,5 Liter, kleinere und leichtere Leute werden vieleicht auch mit 3,2 Liter /100Km auskommen können.

Wichtig: Die Vergaser müssen penibel synchronisiert werden, sonst geht ganz schnell der Verbrauch auf 4 Liter oder höher !


Verbrauch Öl

Die GPZ-305 hat einen kaum messbaren Ölverbrauch. Jedenfalls wenn mann (hoffentlich) alle 3500 km einen Ölwechsel macht darf nichts fehlen !


Haltbarkeit des Zahnriemens

Der kann bei guter Pflege über 40.000 km halten. Siehe auch hier


Fahrverhalten

Naja, die GPZ-305 wiegt nicht viel und reagiert daher auch schon mal auf eine schlechte Reifenpaarung oder Gepäckträger.

Ansonsten ist aber das Fahrwerk sehr spurstablil uns neigt normalerweise auch nicht zum Pendeln !

Wenn trotzdem Fahrwerksunruhen auftreten dann sind mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Radlager, Schwingelager oder das Lenkkopflager ausgeschlagen (das sollte übrigens tunlichst gegen ein Kegelrollenlager ausgetauscht werden)

Mit den BATTLAX von Brückestein habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, sind aber auch die teuersten. Inkontinenzial, Metzger und Spirelli waren dagegen nicht so sehr der Hit (ist aber nur meine persönliche Erfahrung)


Lebensdauer GPZ-305 Motor

Der schafft erstaunlicherweise trotz der hohen Drehzahlen sehr hohe Kilometerleistungen. Bei meiner ersten Maschine aus 6.Hand mit ca. 60.000 auf dem Buckel und im verwahrlosten Zustand (sieht man wohl deutlich auf meinen privaten Bildern) hat der Moter noch 80.000 km überlebst, bis die Kompression unter 6 Bar abfiel und ein Lager das klappern begann. Wenn immer penibel der Ölwechsel gemacht wird und die GPZ-305 auch immer schön warmgefahren wird, dann sollten auch 100.000 km kein Porblem sein


Startverhalten der GPZ-305

Im Gegensatz zur allgemeinen Meinung springt die GPZ-305 i.d.R. tadelos auf den ersten Versuch an.

Dafür ist aber der Choke und vor allem dessen Dosierbarkeit eine Katastrophe !

Also: Anspingen tadelos, aber danach gibts dann fast nur hohe Drehzahl so um 4000-5000U/min (Choke rein) oder der Motor stirbt ab (Choke raus)

Am besten den Choke mit den Fingerspitzen soweit rein bis der Motor gerade so rund läuft und gleich losfahren (erfahrener Fahrer) oder den Motor 2 Minuten mit Choke laufen lassen und erst dann rausnehmen und losfahren wenn der Motor dann auch ohne Choke sauber im Leerlauf tuckert (weniger erfahrener Fahrer)

Weshalb habe ich da unterschieden? Weil der Choke nicht nur das Gemisch anreichert, sondern auch die Drosselklappe anhebt, als wenn 1/4-Gas gegeben wird. Daher zieht die Maschine dann auch los. Wenn man Anfährt und die Kupplung schon ganz draussen ist, zieht der Bock plötzlich los ohne daß man Gas gibt und das kann bei einem Anfänger, wenn er aus der Garagenausfahrt losfährt, teure Reparaturen (Blinker; Verkleidung; Rückspiegel etc.) nach sich ziehen ;-)


Warmfahren der GPZ-305

Kaltes Motoröl ist zäh und gelangt damit in der Warmlaufphase nicht ausreichend an die Schmierstellen. Solange das Öl kalt ist wird also der Motor hauptsächlich nur mit den Ölresten der letzten Fahrt geschmiert.

Ist die Drehzahl zu niedrig, reicht der Öldruck zum schmieren nicht aus, weil fast nichts durch die engen Bohrungen geht.

Ist die Drehzahl zu hoch, reist der (noch zähe) Ölfilm und es geht Metall auf Metall .

Daher muß beim Warmfahren der GPZ-305 ein Kompromiss zwischen ausreichendem Öldruck und nicht zu hoher Drehzahl gefunden werden.

Ferner ist bei der kleinen Kawasaki GPZ-305 das Antriebszahnrad der Ölpumpe aus Nylon. Ist also das Öl noch kalt (zäh) und der Motor wird hochgejagt tritt an der Ölpumpe ein sehr hoher Widerstand auf (wie bei ein Hydraulischer Stoßdämpfer) und das Zahnrad kann brechen. Gleiches passiert wenn zuviel Öl im Motor ist.

Mein Rezept:

Km Mindestdrehzahl Höchsdrehzahl
< 3km 3000 4500
3km-15km 2500 6000
15km -25km 2500 8000
> 25km 1500 11000

Aus Faustregel: Wenig Gas geben, aber auch nicht zu untertourig fahren. Am besten 1/4 bis max. 1/3 Gas.

Nebenbei: 6000 ergibt im 6.Gang immerhin schon 100 km/h !

Bedenke: Nur ein einziges mal den kalten Motor der GPZ-305 hochgejagt ergibt schon denselben Verschleiß wie 1000 km mit warmer Maschine.

Wenn das Öl immer die optimale Schmierfähigkeit hat ( Temperatur 100° bis 140° ) dann ist es fast unmöglich einen Lagerschaden zu bekommen.

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